













Stein. Materie, älter als das Leben – und in ihrer ewig scheinenden Präsenz gleichsam ein Antipode der Vergänglichkeit. Johannes Beccer arbeitet seit langem mit Stein, in figürlichen und abstrakten Skulpturen, deren gemeinsamer Nenner die stringente Reduktion ist: Nicht im Sinne einer Vereinfachung, sondern als konzentrierte Verdichtung und Vertiefung aufs Essentielle. So verbinden sich in seinen Skulpturen eine oft archaisch anmutende Ästhetik und überzeitliche Aura mit dem urzeitlichen Sein von Stein.
Dabei gelingt es Beccer zugleich, seinen Skulpturen, gerade in Korrelation mit einem tragenden Stahl-Korpus, trotz der immanenten atmosphärischen Gravität des Gesteins eine gewisse spielerische Leichtigkeit des Seins zu vermitteln. Manche Arbeiten prägt ein tiefes, hermetisches, sog-haftes Schwarz. Andere wiederum sind in expressiven, grellen, wie jubilierenden, Tönen koloriert: Pop trifft Urgestein.